Gestern hatte Viktor E. Frankl seinen 115. Geburtstag. In diesen schwierigen Zeiten kann er uns viel sagen. Sein Buch, mit dem Titel Trotzdem Ja zum LEben sagen, in dem er seine Erfahrugnen in den Konzentrationslagern beschreibt, und wie es auch ncoh da Hoffnung geben konnte, kann uns auch heut Trost und Hoffnung geben.

In der Mitteldeutschen Zeitung kann man einen Artikel lesen, nachdem jeder achte Pfarrer der Ev. Kirche in Mitteldeutschland unter Burnaut leitet. Ursache ist ganz offensichtlich der Zuwachs an Aufgaben, die nicht das Eigentliche ausmachen ( Verwaltung, Bauaufgaben, etc.). Dieses Ausgebrannt sein kann auch jeden anderen treffen, der sich nicht mehr, oder nicht genügend in seiner eigenen Mitte fühlt. Lebe ich, oder werde ich gelebt – eine entscheidende Frage. Genau da setzt die Wertorientierte Persönlichkeitsbildung mit den Methoden der Wertimagination ein. Vielen könnte geholfen werden, wenn sie schon bei Zeiten ihre inneren Ressourcen erkennten und mobilisierten.

Die Würde des Menschen ist unantastbar. Doch wie wäre es, wenn wir uns unserer eigen Würde bewußter wären. Wir haben in dem Seminar am Wochenende dem nachgespürt, haben gehört was aus unseren Teifen an Worten da aufsteigt: Da wurden Worte in den Raum gesprochen wie, ich würde mehr strahlen, ich würde mcih nciht von allem beeinflußen lassen, würde meinen eigenen Weg gehen, ich hätte mehr innere Freiheit, ich würde meine eigenen Wünsche umsetzen, ich würe der Furcht widerstehen, ich würde keine Rolle spielen, ich müsste nicht alle Aussagen werten. Dies sind nur einge der Aussagen. Wertimaginationen halfen die starken Gefühle in uns wieder mehr als bisher zu verankern und damit zu leben. Ein Beitrag zur eigenen Resilienzpflege.

Morgen beginnt das Wochenendseminar „sich seiner eigenen Würde bewußter werden“ im Bethlehemstift Hohenstein-ERnstthal.

„ Unsere Würde zu entdecken, also das zutiefst Menschliche in uns, ist die zentrale Aufgabe im 21. Jahrhundert“, sagt der Neurobiologe Gerald Hüter. Die Würde als ein Lotse in dieser immer komplexer werdenden Welt kann uns helfen die Orientierung nicht zu verlieren. Auch in diesem Jahr wollen wir uns wieder mit uns selbst, mit unseren Stärken und Möglichkeiten beschäftigen. Eine Stärkung des Selbstwertes kann nicht oft genug angeregt werden. Zu spüren, ich bin unendlich viel wert, für mich selbst, für andere, für Gott. Das zu wissen ist das eine, es zu erfahren, ist das andere. Dies hilft ein Bewusstsein der eigenen Würde zu bekommen. Dieses kann man einüben. Da gibt es in uns Schätze, die darauf warten, gehoben zu werden. Dies wollen wir gemeinsam tun. Stärken wir das Bewusstsein unserer eigenen Würde.

Rückblick auf Karlsruhe

Vor einer Wochen war ich zum Kongress der Deutschen Gesellschaft für Logotherapie und Existenzanalyse in Karlsruhe- Perspektiven gewinnen- Zukunft gestalten.  Dieser Kongress wurde gemeinsam mit und in der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe durchgeführt. Eine Multidisziplinäre  Tagung, die Logotherapie und Existenzanalyse Viktor E. Frankls im Dialog mit Forschung, Praxis und Gesellschaft. Man kann die Logotherapie und Existenzanalyse Viktor Frankls nicht mehr wegdiskutieren, so wie ich es vor Jahren noch in der Seelsorgeausbildung schmerzlich erleben musste.

Viktor Frankl war der Meinung: Mensch sein heißt, sich verändern zu können.  Davon ausgehend hielt Frau Dr. Boglarka Hadinger den Plenarvortrag mit dem schönen Titel: Die Themen der Zeit sind lösbar! Sie stieß uns auf Fragen  wie, Woran erkennen wir die Themen, die nur von uns und nur heute gelöst werden können?  Und Wie und wo finden  wir jene Ressourcen, die unsere Lösungsschritte gut unterstützen können?

Eine Initiative für Demenzkranke aus Karlsruhe stellte sich vor. Der Umgang mit demenzkranken Menschen auf der Grundlage des Menschenbildes Viktor Frankls.

Reise nach Schlesien

Zur Zeit begleite ich eine Leserreise des SONNTAG, der Ev. Kirchenzeitung in Sachsen in Zusammenarbeit mit der ReiseMission Leipzig. Gestern besuchten wir den deutschen Gottesdienst in der Christophoriekirche. Am letzten Sonntag im Monat wird hier der Gottesdienst als Lutherische Heilige Messe gefeiert. Es war eine Wohltat einen „ ordentlichen“ Gottesdienst mit zu feiern. Leider konnten wir das Angebot zum Kirchenkaffee nicht annehmen, da Breslau als Besichtigungsprogramm für diesen Tag geplant war und wir gleich zur Jahrhunderthalle fuhren. Heute besuchten wir Opole. Das Bild zeigt das Modell der Jahrhunderthalle. Sie wurde im gleichen Jahr  wie das Leipziger Völkerschlachtdenkmal eingeweiht. Beides will an die Völkerschlacht von 1813 erinnern. Das eine rückwärtsgewand und diese Halle setzte Maßstäbe in der Architekturgeschichte. Heute gehört sie zum UNESCO Welterbe.

Rumänienreise

im März war ich mit einigen Reiseteilnehmern auf einer Informationsreise der ReiseMission Leipzig in Rumänien. Das Program finden Sie hier:

Programm mit Anmeldeabschnitt

Inforeise nach Rumänien

 

Eine kleine Gruppe fuhr vom 25.03. bis 29.03.2019 nach Rumänien, genauer nach Siebenbürgen. Nach einem herzlichen Empfang auf dem Flughafen Bukarest durch die Partneragentur ging es gleich mit einem Kleinbus in Richtung Brasov. Die ersten beiden Nächte übernachteten wir in Poiana Brasov, dem Skigebiet oberhalb der Stadt. Und in der Tat, am  Abend fing es an zu schneien und über Nacht  war alles weiß.  Am Morgen fuhren wir zur Burg Bran, der Törzburg. Die Dragula Saga wird dort verortet. Anschließend fuhren wir nach Brasov/Kronstadt. Das Zentrum der Stadt ist sehr schön instandgesetzt. Es gab keine Bettler, wie ich befürchtete. Am Rande der Stadt befinden sich Einkaufszentren wie vor  deutschen Städten. Am nächsten Tag besuchten wir Tartlau, eine große Kirchenburg mit Wohnkammern für die gesamte Bevölkerung im Mittelalter während  Belagerungszeiten. Mihail, unser Reiseführer, sprach hervorragend deutsch und erklärte uns alles sehr genau. Er ist  ein wandelndes Lexikon. Er ist Rumäne und hat schon als Kind Deutsch auf einer der deutschen Schulen gelernt.

Wir besuchten  Sighisoara /Schässburg und waren einen Tag in Hermanstadt. Sibiu war 2007  eine der Kulturhauptstädte Europas.

Auf der Fahrt zurück nach Bukarest legten wir einen Stopp am Kloster Cozia  ein. Es ist eines der ältesten Klöster des Landes. Und dann hatten wir den Abend und am letzten Tag noch den Vormittag  um Bukarest zu sehen.

Für uns alle war es eine Begegnung mit Bekanntem. Bekanntem, was wir vor vielen Jahren, in unserer Jugend, kennengelernt hatten. Rumänien, im besonderen  Siebenbürgen war ja für uns in den 1970er und 80er Jahren ein Land der Sehnsucht,  ein Land in dem wir Hochgebirge erwandern konnten. Wie oft war Sibiu der Ausgangspunkt für Hochgebirgswanderungen. Viele Erinnerungen an Orte und an menschliche Begegnungen wurden auf dieser Reise wach.

Man kann diese Reise, und als normale Reise ist sie ja etwas ausführlicher und länger, nur jedem empfehlen, der früher in seiner Jugendzeit dort war. Erinnerungen werden wach. Und dies  tut  so gut.

Das neue Jahr

Allen wünsche ich wohlbehütet  durch dieses neue Jahr 2019 zu kommen. Mögen Sie gute Erfahrungen machen, mit sich, mit anderen, mit der Welt, in der Sie leben.

Weihnachten 2019

Ich wünsche allen ein gesegnetes Weihnachtsfest.

Und wäre Chrisatus tausendmal in Bethlehem geboren und nicht in DIR, Du bliebest doch in alle Ewigkeit verloren.

Angelus Silesius, der Schlesische Engel ( 1624- 1677)

Ich habe mir zu Weihnachten  das neue Buch von Uwe Böschemeyer geschenkt. Jedes Jahr schneke ich mir etwas selbst. Diesen guten Brauch habe ich von einer alten Pfarrfrau gelernt, damals, als ich noch Student war. Und ich habe dies beibehalten.

Dieses Buch heißt, Von den hellen Farben der Seele, und ist vor wenigen Wochen erst im Ecowin Verlag, Salzburg erschienen. Auf der Rückseite des Schutzumschlages kann man lesen:                    „Die hellen Farben der Seele sind die spezifisch menschlichen Werte wie Freiheit, Verantwortlichkeit, Liebe, Mut, Hoffnung, Kreativität und Spiritualität. Sie gründen im „geistig Unbewußten“( Viktor Frankl), kommen aber viel zu kurz: in den Wissenschaften, im gesellschaftlichen Leben, im konkreten Dasein der Menschen überhaupt. Von den hellen Farben der Seele handelt Uwe Böschemeyers neues Buch. Sein Konzept nennt er die Wertorientierte Persönlichkeitsbildung (WOP), die er als einen eigenständigen Entwurf, zugleich als ein logotherapeutisches Präventionskonzept versteht.“

Nun bin ich schon heute auf die Lektüre dieses Buches gespannt.