Reise nach Schlesien

Zur Zeit begleite ich eine Leserreise des SONNTAG, der Ev. Kirchenzeitung in Sachsen in Zusammenarbeit mit der ReiseMission Leipzig. Gestern besuchten wir den deutschen Gottesdienst in der Christophoriekirche. Am letzten Sonntag im Monat wird hier der Gottesdienst als Lutherische Heilige Messe gefeiert. Es war eine Wohltat einen „ ordentlichen“ Gottesdienst mit zu feiern. Leider konnten wir das Angebot zum Kirchenkaffee nicht annehmen, da Breslau als Besichtigungsprogramm für diesen Tag geplant war und wir gleich zur Jahrhunderthalle fuhren. Heute besuchten wir Opole. Das Bild zeigt das Modell der Jahrhunderthalle. Sie wurde im gleichen Jahr  wie das Leipziger Völkerschlachtdenkmal eingeweiht. Beides will an die Völkerschlacht von 1813 erinnern. Das eine rückwärtsgewand und diese Halle setzte Maßstäbe in der Architekturgeschichte. Heute gehört sie zum UNESCO Welterbe.

Rumänienreise

im März war ich mit einigen Reiseteilnehmern auf einer Informationsreise der ReiseMission Leipzig in Rumänien. Das Program finden Sie hier:

Programm mit Anmeldeabschnitt

Inforeise nach Rumänien

 

Eine kleine Gruppe fuhr vom 25.03. bis 29.03.2019 nach Rumänien, genauer nach Siebenbürgen. Nach einem herzlichen Empfang auf dem Flughafen Bukarest durch die Partneragentur ging es gleich mit einem Kleinbus in Richtung Brasov. Die ersten beiden Nächte übernachteten wir in Poiana Brasov, dem Skigebiet oberhalb der Stadt. Und in der Tat, am  Abend fing es an zu schneien und über Nacht  war alles weiß.  Am Morgen fuhren wir zur Burg Bran, der Törzburg. Die Dragula Saga wird dort verortet. Anschließend fuhren wir nach Brasov/Kronstadt. Das Zentrum der Stadt ist sehr schön instandgesetzt. Es gab keine Bettler, wie ich befürchtete. Am Rande der Stadt befinden sich Einkaufszentren wie vor  deutschen Städten. Am nächsten Tag besuchten wir Tartlau, eine große Kirchenburg mit Wohnkammern für die gesamte Bevölkerung im Mittelalter während  Belagerungszeiten. Mihail, unser Reiseführer, sprach hervorragend deutsch und erklärte uns alles sehr genau. Er ist  ein wandelndes Lexikon. Er ist Rumäne und hat schon als Kind Deutsch auf einer der deutschen Schulen gelernt.

Wir besuchten  Sighisoara /Schässburg und waren einen Tag in Hermanstadt. Sibiu war 2007  eine der Kulturhauptstädte Europas.

Auf der Fahrt zurück nach Bukarest legten wir einen Stopp am Kloster Cozia  ein. Es ist eines der ältesten Klöster des Landes. Und dann hatten wir den Abend und am letzten Tag noch den Vormittag  um Bukarest zu sehen.

Für uns alle war es eine Begegnung mit Bekanntem. Bekanntem, was wir vor vielen Jahren, in unserer Jugend, kennengelernt hatten. Rumänien, im besonderen  Siebenbürgen war ja für uns in den 1970er und 80er Jahren ein Land der Sehnsucht,  ein Land in dem wir Hochgebirge erwandern konnten. Wie oft war Sibiu der Ausgangspunkt für Hochgebirgswanderungen. Viele Erinnerungen an Orte und an menschliche Begegnungen wurden auf dieser Reise wach.

Man kann diese Reise, und als normale Reise ist sie ja etwas ausführlicher und länger, nur jedem empfehlen, der früher in seiner Jugendzeit dort war. Erinnerungen werden wach. Und dies  tut  so gut.

Das neue Jahr

Allen wünsche ich wohlbehütet  durch dieses neue Jahr 2019 zu kommen. Mögen Sie gute Erfahrungen machen, mit sich, mit anderen, mit der Welt, in der Sie leben.

Weihnachten 2019

Ich wünsche allen ein gesegnetes Weihnachtsfest.

Und wäre Chrisatus tausendmal in Bethlehem geboren und nicht in DIR, Du bliebest doch in alle Ewigkeit verloren.

Angelus Silesius, der Schlesische Engel ( 1624- 1677)

Ich habe mir zu Weihnachten  das neue Buch von Uwe Böschemeyer geschenkt. Jedes Jahr schneke ich mir etwas selbst. Diesen guten Brauch habe ich von einer alten Pfarrfrau gelernt, damals, als ich noch Student war. Und ich habe dies beibehalten.

Dieses Buch heißt, Von den hellen Farben der Seele, und ist vor wenigen Wochen erst im Ecowin Verlag, Salzburg erschienen. Auf der Rückseite des Schutzumschlages kann man lesen:                    „Die hellen Farben der Seele sind die spezifisch menschlichen Werte wie Freiheit, Verantwortlichkeit, Liebe, Mut, Hoffnung, Kreativität und Spiritualität. Sie gründen im „geistig Unbewußten“( Viktor Frankl), kommen aber viel zu kurz: in den Wissenschaften, im gesellschaftlichen Leben, im konkreten Dasein der Menschen überhaupt. Von den hellen Farben der Seele handelt Uwe Böschemeyers neues Buch. Sein Konzept nennt er die Wertorientierte Persönlichkeitsbildung (WOP), die er als einen eigenständigen Entwurf, zugleich als ein logotherapeutisches Präventionskonzept versteht.“

Nun bin ich schon heute auf die Lektüre dieses Buches gespannt.

Inforeise mit der ReiseMission Leipzig

Eine Informationsreise führte mich mit der  ReiseMission Leipzig nach Sizilien. Es wird Menschen begeistern. und ich bin sicher in zwei jahren mit einer Gruppe nach Sizilien zu reisen. Catania, Syrakus, Agrigent, Cefalu, Monreale, Palermo, der Ätna- klangvolle Namen verbunden mit europäischer Kultur- und Kunstgeschichte. Vieles sind Denkmale des UNESCO-Weltkultur-erbes.                                                                                                                                                                       Fahrt zum Ätna.   die Kathedrale in Syrakus wurde in einen antiken Athenatempel hinein gebaut. Außen- und Innenansicht.

Die Tage, die ich mit Gott verbrachte

Ich las neulich von Axel Hacke nein, nicht „ Der weiße Neger Wumbaba“, den kennt ja mittlerweile fast jeder, sondern “Die Tage, die ich mit Gott verbrachte“. Ein märchenhaftes Buch. Es erinnert an Michael Ende und an den  Kleinen Prinzen, und doch ist es etwas eigenes. Bereut Gott sein Tun?

Eine interessante Idee, Gott sucht bei einem Menschen Trost. Nicht nur das, sondern auch Verzeihung angesichts einer unvollkommenen Schöpfung sucht Gott. Der Mensch, der dies erlebt, wird auch von Gott zu dem großen „Egal“ geführt. Vieles ist uns ja auch egal oder gleich- gültig. Erst durch die Endlichkeit erfährt das Leben seine Würde und seine Dringlichkeit. Gott beneidet uns  „…  darum, dass ihr euch zu bewähren habt, dass ihr nachdenken müsst. Dass das Leben für euch eine Kostbarkeit ist, die ihr ergreifen könnt, das dieses Leben für euch etwas Konkretes ist, das ihr zu eurem Leben machen könnt. Dass ihr das Unglück kennt und deshalb erfahren könnt, was Glück ist.“

Ja, unsere Endlichkeit ist auch unsere große Chance.

 

Ein Lesetipp

In den letzten Tagen las ich von Petros Markaris, Offshore. Es ist zwar ein Krimi, der die Handlung vorwärts treibt. Aber eigentlich ist es eine liebevolle Beschreibung der griechischen Mentalität, und eine Gesellschaftsanalyse. Markaris führt uns in ein Athen nach der Krise. Die Menschen leben als hätte es die Krise nicht gegeben. Es wird über Schwarzgeld und Weißgeld philosophiert. Vieles von dem, was  unsere Reiseleiterin uns im Frühjahr erzählte, über die Krise aber auch das familiäre Verhalten der Griechen, lese ich hier wieder. Es ist eine wunderbare Vertiefung von dem, was wir auf der Reise im vergangenen April hörten.