Inforeise mit der ReiseMission Leipzig

Eine Informationsreise führte mich mit der  ReiseMission Leipzig nach Sizilien. Es wird Menschen begeistern. und ich bin sicher in zwei jahren mit einer Gruppe nach Sizilien zu reisen. Catania, Syrakus, Agrigent, Cefalu, Monreale, Palermo, der Ätna- klangvolle Namen verbunden mit europäischer Kultur- und Kunstgeschichte. Vieles sind Denkmale des UNESCO-Weltkultur-erbes.                                                                                                                                                                       Fahrt zum Ätna.   die Kathedrale in Syrakus wurde in einen antiken Athenatempel hinein gebaut. Außen- und Innenansicht.

Die Tage, die ich mit Gott verbrachte

Ich las neulich von Axel Hacke nein, nicht „ Der weiße Neger Wumbaba“, den kennt ja mittlerweile fast jeder, sondern “Die Tage, die ich mit Gott verbrachte“. Ein märchenhaftes Buch. Es erinnert an Michael Ende und an den  Kleinen Prinzen, und doch ist es etwas eigenes. Bereut Gott sein Tun?

Eine interessante Idee, Gott sucht bei einem Menschen Trost. Nicht nur das, sondern auch Verzeihung angesichts einer unvollkommenen Schöpfung sucht Gott. Der Mensch, der dies erlebt, wird auch von Gott zu dem großen „Egal“ geführt. Vieles ist uns ja auch egal oder gleich- gültig. Erst durch die Endlichkeit erfährt das Leben seine Würde und seine Dringlichkeit. Gott beneidet uns  „…  darum, dass ihr euch zu bewähren habt, dass ihr nachdenken müsst. Dass das Leben für euch eine Kostbarkeit ist, die ihr ergreifen könnt, das dieses Leben für euch etwas Konkretes ist, das ihr zu eurem Leben machen könnt. Dass ihr das Unglück kennt und deshalb erfahren könnt, was Glück ist.“

Ja, unsere Endlichkeit ist auch unsere große Chance.

 

Ein Lesetipp

In den letzten Tagen las ich von Petros Markaris, Offshore. Es ist zwar ein Krimi, der die Handlung vorwärts treibt. Aber eigentlich ist es eine liebevolle Beschreibung der griechischen Mentalität, und eine Gesellschaftsanalyse. Markaris führt uns in ein Athen nach der Krise. Die Menschen leben als hätte es die Krise nicht gegeben. Es wird über Schwarzgeld und Weißgeld philosophiert. Vieles von dem, was  unsere Reiseleiterin uns im Frühjahr erzählte, über die Krise aber auch das familiäre Verhalten der Griechen, lese ich hier wieder. Es ist eine wunderbare Vertiefung von dem, was wir auf der Reise im vergangenen April hörten.

Wir feiern Weihnachten

„Es ist keine Romanze, was das Weihnachtsevangelium erzählt, sondern eine Episode aus der Geschichte einer brutalen Welt, in der Kinder geliebt und getötet, ernährt und verlassen, umhegt und verstoßen werden. Jesus, dessen Geburt wir begehen, wird als erwachsener Mann sagen: Im Kinde tritt den Erwachsenen Gott entgegen. In dem Maß, in dem der Erwachsene das Kind schützt, begreift er, wer er selbst ist. In dem Maße, in dem er die Machtlosigkeit des Kindes ehrt, findet er den Gott, der ohne Macht kommt.

In der Tat, die so oft gesprochene, gehörte, gespielte, gemalte und besungene Weihnachtsgeschichte hat unsere Welt noch kaum verändert.“

So schreibt Jörg Zink in seinem Buch  ZWÖLF NÄCHTE

 

Ich grüße alle, die uns auf irgend eine Art verbunden sind, zu diesem Weihnachtsfest

 

Paulinum Leipzig

Gestern war Tag der offenen Tür zum neugebauten Paulinum an Stelle der alten Universitätskirche. Ein schöner offener und heller Raum mit den Maßen der der alten Kirche. Es ist keine Rekonstruktion, wie es der Paulinerverein gern wollte, Gott sei Dank! Kein potjomkinsches Dorf, dass dei Zerstörung ungeschehen machen würde. Und doch ein Raum, der an den alten Raum erinnert und damit zum Denkmal wird. Denk mal darüber nach, wenn etwas mutwillig zersört wir.

Damit erinnert mich dieser neue Raum an das Akropollismuseum in Athen. Auch dort werden die Raummaße des Partenontempels aufgenommen, damit man eine Vorstellung von der Größe und der räumlichen Anordnung der Kunstwerke des Frieses und der Giebeldreiecke bekommt. Ähnlich geschieht es mit der Aufhängung der Epitaphien in der neuen Paulinerkirche.

Armenien

 

 

 

 

In der vergangenen Woche war ich auf einer Inforeise mit der ReiseMission Leipzig  in  Armenien.  Vier Tage volles Programm. Armenien ist ein uraltes Kulturland. Das heutige Staatsgebiet, etwa so groß wie das Bundesland Brandenburg, ist nur noch der Rest des spätantiken oder mittelalterlichen Reiches.Wir sahen in dem Museum für altarmenische Handschriften ( Matenadaran)  uralte Handschriften. Es wurde deutlich, welchen unschätzbaren Beitrag die Armenier bei der Bewahrung antiken Schrifttums geleistet haben. Mancher antike Klassiker wäre ohne die armenischen Übersetzungen und Abschriften uns nicht bekannt.

Die alten Kreuzkuppelkirchen gehören vielfach zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die Reiseleiterin sprach ein akzentfreies Deutsch. Für mich unglaublich. Es konnte mit ihr über kirchengeschichtliche Feinheiten diskutiert werden. Es war eine Freude. Peinlich war nur, wie ein ev. Pfarrer sich lautstark über die Segensgesten in der armenischen Kirche oder auch der Orthodoxie lustig machte. Da kann man nur I.Kant zitieren: „Wir sind gewohnt, dass die Menschen verhöhnen, was sie nicht verstehen.“

Nachtrag zum 24. September 2017

Kritiker haben wir genug. Was unsere Zeit braucht, sind Menschen, die ermutigen.

An diesem Zitat Konrad Adenauers aus den 1950er Jahren hat sich nichts geändert. Nach der Bundestagswahl ist es aktueller denn je.

Die Kritiker wurden vom Volk hoffiert und gewählt.