Wir feiern Weihnachten

„Es ist keine Romanze, was das Weihnachtsevangelium erzählt, sondern eine Episode aus der Geschichte einer brutalen Welt, in der Kinder geliebt und getötet, ernährt und verlassen, umhegt und verstoßen werden. Jesus, dessen Geburt wir begehen, wird als erwachsener Mann sagen: Im Kinde tritt den Erwachsenen Gott entgegen. In dem Maß, in dem der Erwachsene das Kind schützt, begreift er, wer er selbst ist. In dem Maße, in dem er die Machtlosigkeit des Kindes ehrt, findet er den Gott, der ohne Macht kommt.

In der Tat, die so oft gesprochene, gehörte, gespielte, gemalte und besungene Weihnachtsgeschichte hat unsere Welt noch kaum verändert.“

So schreibt Jörg Zink in seinem Buch  ZWÖLF NÄCHTE

 

Ich grüße alle, die uns auf irgend eine Art verbunden sind, zu diesem Weihnachtsfest

 

Paulinum Leipzig

Gestern war Tag der offenen Tür zum neugebauten Paulinum an Stelle der alten Universitätskirche. Ein schöner offener und heller Raum mit den Maßen der der alten Kirche. Es ist keine Rekonstruktion, wie es der Paulinerverein gern wollte, Gott sei Dank! Kein potjomkinsches Dorf, dass dei Zerstörung ungeschehen machen würde. Und doch ein Raum, der an den alten Raum erinnert und damit zum Denkmal wird. Denk mal darüber nach, wenn etwas mutwillig zersört wir.

Damit erinnert mich dieser neue Raum an das Akropollismuseum in Athen. Auch dort werden die Raummaße des Partenontempels aufgenommen, damit man eine Vorstellung von der Größe und der räumlichen Anordnung der Kunstwerke des Frieses und der Giebeldreiecke bekommt. Ähnlich geschieht es mit der Aufhängung der Epitaphien in der neuen Paulinerkirche.