Griechenlandreise

Nun sind wir von einer 9-tägigen Peloponnesrundreise zurück. 26 Personen reisten mit uns. Zwei Drittel der Teilnehmer waren schon vor zwei Jahren bei unserer Reise von Tessaloniki nach Athen, auf den Spuren des Paulus, mit dabei gewesen. Da diese Reise so interessant und harmonisch war, und wir alle so begeistert von Natasa waren, sollte es unbedingt eine Fortsetzung geben. Diese Reise begann, wo wir damals aufgehört hatten- am Areopagfelsen, auf dem Paulus den Athenern den „unbekannten Gott“ nahebrachte (Apg.17,16-34).

Am dritten Tag feierten wir in Korinth, auf dem archäologischen Gebiet eine Messe. Leider war es sehr kalt und windig. Die Fahrt ging dann weiter nach Patras, der Stadt des Apostels Andreas. An den nächsten Tagen lag der Schwerpunkt auf den klassischen antiken Stätten Olympia, Altmessene und dem Erleben der Landschaft und Kultur des Peloponnes. Wir sahen kleine Dörfer, schon von vielen Menschen verlassen. Die Jugend findet kaum Perspektiven. Die Natur war großartig und wechselte ständig ihr Aussehen. Der schwere Orangenblütenduft lag in der Luft. Und große Flächen, die von Olivenbäumen bewachsen sind. Und immer wieder erzählte Natasa von den Menschen und ihren Problemen oder sie brachte uns die griechische Mythologie nahe und vor allem auch was uns heutigen Menschen diese Geschichten sagen können. Der griechischen Götterwelt sind ja keine menschlichen Probleme und Sorgen fremd.Ein besonderer Höhepunkt war der Abschluss im gr. Nationalmuseum mit den Funden Heinrich Schliemanns aus Mykene. Es war die fünfte Reise, die wir mit der Reisemission Leipzig durchführten.

Heute kam mir noch ein Zitat von Marc Chagallin die Hände, das so recht zu dem gestern besprochenen Buch von Uwe Böschemeyer passt.

„Die Leute, die nicht zu altern verstehen, sind die Gleichen, die nicht verstanden haben, jung zu sein.“  Marc Chagall

Wie Sie beim Altern ganz sicher scheitern

Ein provozierender Titel. Möchte ich mi Alter oder beim Altern scheitern? Möchte ich wirklich, dass mein Altern sicher vor den Baum läuft? Nein, das kann es doch nicht sein. Und   wer Uwe Böschemeyer kennt, weiß, dass ihm nichts ferner läge, als uns zum Scheitern unsers Lebensweges zu verführen. Auf sehr persönliche, mitunter humorvolle Weise weist er dem Leser auf 222 Seiten den Weg durch die Schwierigkeiten des Alters oder Alterns. Er zeigt auf, wie jeder die wirklich schönen Seiten des Alters entdecken und schätzen lernen kann. Die Einstellung  zum Altern macht den Unterschied – und die lässt sich durchaus ändern. Dabei lässt er kein Thema aus: Krankheit, Partnerschaft, Angst an Alzheimer zu erkranken – ein Thema, das viele Menschen umtreibt, Freundschaft. Er sagt dazu: Freunde sind (besonders) im Alter wie wärmendes Licht. Für Freunde im Alter muss man schon bei Zeiten sorgen. Und auch den Gedanken an das eigene Ende, den eigenen Tod lässt Böschemeyer nicht aus. Und Einwände wie, „Sie haben gut reden, ich aber habe…“ entkräftet er mit Einblicke in sein eigenes Leben. Er beschreibt seinen eigenen Umgang mit Krankheit. Dies macht dieses Buch so menschlich. Der Autor ist präsent mit seinem eigenen Leben und einer Portion Humor. Er macht Mut das Leben in seiner letzten Phase anzunehmen und zu bejahen: Mut zum Alter!

„ Jedes Alleinsein, das zur Einsamkeit geführt hat, ist eine Herausforderung zur Veränderung der Lebenseinstellung. Sie können der Resignation Tür und Tor öffnen, Sie könnten sich aber auch an den berühmten Frankl-Satz erinnern: „Ich lass mir von mir selber nicht alles gefallen.“ – schon gar nicht von der Einsamkeit.“ S. 141

Kurz: Es ist ein Buch, welches man nicht erst mit 80 lesen sollte!     Es ist im ECOWIN Verlag Salzburg erschienen und kostet 24 €.

Palmsonntag in Heiligenstadt

Seit vielen Jahren wollte ich gern einmal die Palmsonntagsprozession in Heiligenstadt im Eichsfeld sehen und miterleben. Heute habe ich teilgenommen bei strahlendem Frühlingswetter. In den Nachrichten wurde gesagt, dass 10 000 Teilnehmer dabei waren. seit vergangenem Jahr gehört die Prozession zum immateriellen Kulturerbe. Sie findet seit über 400 Jahren statt. Interessant, ja. Aber es bleibt eine seltsame innere Ferne zurück. Es wurden alte Leider gesungen. Es bleibt für mich die Frage, erreicht man damit Menschen von heute. kann sich damit ein kirchenferner Mensch angesprochen fühlen. Die Sorgen und Nöte der Menschen von heute sah ich nicht angesprochen, weder in den Liedern, noch in der Predigt.