Rede von Maryl Streep

Haben Sie auch die Rede von Maryl Streep anlässlich der Verleihung der Golden Globe Awards in Hoolywood gehört oder gelesen? In den großen Tageszeitungen konnte man sie lesen oder in den Online-Ausgaben hören.

Sie dankt für die Auszeichnung und erzählt dann dass es die einzige Aufgabe der Schauspieler ist, das Leben von Menschen darzustellen, die anders sind als wir. Und deutlich zu machen, was sie empfinden. Meryl Streep sagt, sie habe viele „powerful Performances“ in diesem Jahr gesehen.

Ein Auftritt hat sich ihr eingebrannt. Nicht, weil er gut war, nichts daran war gut. Aber der Auftritt war effektiv und hat den beabsichtigten Zweck erfüllt: Die Zuhörerinnen und Zuhörer hätten gelacht. Trump, der auf dem „most respected place in our Country“ sitzt, demütigt einen Menschen, einen Journalisten, der behindert ist und äfft ihn nach.

Sie klagt nicht an, sie redet sich nicht in Rasche, sie argumentiert nicht. Sie erzählt einfach, was sie gesehen und gehört hat und welcher Auftritt sie in diesem Jahr fassungslos gemacht hat. Sie macht es da einfach fast so wie Jesus. Und wer Augen hat, der sehe und wer Ohren hat, der höre:

Dieser Auftritt hat seine Haken in mein Herz geschlagen. Nicht, weil er gut war – daran war nichts Gutes. Aber er war effektiv und hat seinen Zweck erfüllt: Er brachte das gewünschte Publikum zum Lachen (…). Es war jener Moment, als die Person, die darum bittet, das am meisten respektierte Amt in unserem Land bekleiden zu dürfen, einen behinderten Journalisten nachgeäfft hat. Jemanden, dem diese Person überlegen war: an Privilegien, an Macht und an Möglichkeiten, sich zu wehren. Es hat mein Herz gebrochen, als ich das sah, weil es nicht in einem Film war – es passierte im wahren Leben.